Thonet Salontisch Nr 3 – schichtverleimt

Die Beine dieses Salontisch Nr 3 wurden, an ihrer dicksten Stelle, noch aus insgesamt sechs miteinander verleimten Schichten gefertigt. Die mit Nußholz furnierte Tischplatte sitzt auf einem aus drei Schichten verleimten Rahmen. Die einzelnen Beine werden an der Unterseite durch Metallverstärkungen stabilisiert. Der Tisch ist mit der aufpreispflichtigen Palisanderlasur versehen.

Aufgrund der Palisanderlasur etwas schwer zu erkennen: Die sechs Schichten

Es handelt sich um eine frühe Fertigung, da die späteren Tische vollumfänglich massiv gebogen wurden. Eine genaue zeitliche Einordnung ist freilich schwierig, da nicht bekannt ist, wann genau bei Tischen auf die massive Fertigungstechnik umgestellt wurde.

Dass Thonet bereits in seinen Wiener Anfangsjahren Tische fertigte, ist nicht nur durch Illustrationen der Weltausstellung 1851 in London belegt, sondern auch durch Anzeigen aus dem Jahr 1853, in denen Tische für Preise von 15 bis 600 Gulden angepriesen werden. Da die Spanne sehr breit ist, ist davon auszugehen, dass zu diesem Zeitpunkt nicht nur die aufwändigen Salonmöbel, die bei der Weltausstellung zu sehen waren, gefertigt wurden, sondern auch einfachere Tische.

Bei der vielbeachtet Versteigerung der Sammlung Thillmann wurden auch zwei schichtverleimte Salontische Nr 5 angeboten. In deren Beschreibung wird auf einen Brief von Franz Thonet vom 10. Oktober 1861 Bezug genommen, in dem er “je zwei Tischfüße No. 2, 3, 4 und 5“ bestellt. Somit dürfte spätestens um 1861 der Salontisch Nr 3 Einzug in das Programm von Thonet gehalten haben.

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